
Matthias Bauer
Enterprise Account Executive, minIO
Vita:
Matthias Bauer ist Enterprise Go-To-Market Lead für die DACH-Region und Osteuropa bei MinIO und hat seinen Sitz in Hamburg. In dieser Funktion verantwortet er das Enterprise-Geschäft in Deutschland, Österreich, der Schweiz sowie in Mittel- und Osteuropa. Dabei bringt er MinIOs KI-native Objektspeicherplattform AIStor zu großen Unternehmen aus den Bereichen Finanzdienstleistungen, Fertigung, Pharma und öffentlicher Sektor.
Seine Arbeit bewegt sich an der Schnittstelle von KI-Infrastruktur, Datenplattformen und Enterprise Sales. Er unterstützt Unternehmen dabei, souveräne und leistungsstarke Datengrundlagen für KI-, Lakehouse- und Analytics-Workloads aufzubauen.
Vor seinem Wechsel zu MinIO war Matthias mehrere Jahre als Client Director bei ServiceNow tätig. Dort betreute er strategische Großkunden und baute umfassende Expertise im Go-to-Market für Enterprise-Software sowie im Management großer Kundenbeziehungen auf.
Er besitzt einen Master of Science (M.Sc.) in Informationstechnologie und war zuvor als wissenschaftlicher Mitarbeiter mit Schwerpunkt Künstliche Intelligenz an der FernUniversität in Hagen tätig. Diese technische Grundlage prägt seinen Ansatz: Im Austausch mit Daten- und Plattformteams legt er den Fokus auf Architektur und technische Anforderungen – und nicht allein auf kommerzielle Aspekte.
Expert-Session
Video-Fluten, IoT und KI: Wie souverän und funktional ist Eure KI-Strategie wirklich?
- Warum Videostreams und Sensordaten die Kapazitäten kommunaler Rechenzentren zunehmend übersteigen – und welche Anforderungen der EU AI Act ab Dezember 2027 an öffentliche Stellen stellt
- Der Weg von isolierten Legacy-Hardware-Systemen zu einer einheitlichen, herstellerneutralen Datengrundlage auf Basis offener Standards – mit Verschlüsselungsschlüsseln und voller Kontrolle über einen möglichen Anbieterwechsel in der Hand der Kommune
- Praxisbeispiel: Wie eine mittelgroße Stadt Videodaten innerhalb von Sekunden in konkrete Handlungsmöglichkeiten übersetzt – ohne dass auch nur ein einziges Bild die kommunalen Grenzen verlässt
Summary
Kamera- und Sensorbestände wachsen mit jedem Erneuerungszyklus, während die vorgeschriebenen Aufbewahrungsfristen immer länger werden. Dennoch betreiben die meisten Kommunen diese Daten weiterhin auf getrennten Systemen – jedes mit einer eigenen Verwaltungskonsole, isolierten Kapazitäten und separaten Audit- und Prüfprozessen. Jedes KI-Projekt beginnt dadurch zunächst mit einer Datenmigration.
Gleichzeitig steigen die gesetzlichen Anforderungen in Europa. Ab dem 2. Dezember 2027 müssen öffentliche Stellen vor dem Einsatz von Hochrisiko-KI eine Grundrechte-Folgenabschätzung durchführen und die Protokolle des jeweiligen Systems aufbewahren.
Diese Session zeigt: Digitale Souveränität bedeutet nicht allein, wo Daten gespeichert werden. Entscheidend ist, die Kontrolle über Datenformate, Verschlüsselungsschlüssel und einen möglichen Anbieterwechsel zu behalten.
Wir zeigen, wie eine einheitliche, S3-native Datengrundlage mit Apache-Iceberg-Tabellen es Kommunen ermöglicht, Videodaten aufzunehmen, KI-Inferenz direkt an den Daten auszuführen, erkannte Ereignisse unmittelbar am Speicherort abzufragen und innerhalb von Sekunden Meldungen an die Verkehrssteuerung oder Rettungsdienste zu senden.
Die gesamte Lösung läuft auf Standardservern innerhalb des eigenen kommunalen Zuständigkeitsbereichs.
Zum Abschluss stellen wir fünf Fragen vor, die jede öffentliche Stelle ihren Speicher- und KI-Anbietern stellen sollte.
